Helios - BIO-zertifiziert nach EG Öko Verordnung (DE-ÖKO-006)
getopfte Rebe
Helios ist eine deutsche PIWI-Weißweinsorte aus dem Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg und wurde 1973 von Dr. Norbert Becker gezüchtet. Die Sorte verbindet eine sehr gute Widerstandsfähigkeit gegenüber Peronospora und Oidium mit aromatischen, fruchtbetonten Weinen. Mittelgroße, lockerbeerige Trauben und eine geringe Verrieselungsneigung unterstützen einen zuverlässigen Anbau. Damit ist Helios insbesondere für ökologisch wirtschaftende Betriebe eine interessante Alternative zum Müller-Thurgau.
Reben zur Herbstzeit
Unsere Reben verabschieden sich langsam vom Sommer und wechseln ins herbstliche Kleid. Das bedeutet: Das Laub verfärbt sich, verliert nach und nach sein frisches Grün und fällt schließlich ab. Bitte wundern Sie sich nicht – dieser natürliche Zyklus ist wichtig für die Winterruhe und sorgt dafür, dass die Reben im nächsten Jahr wieder kräftig austreiben und reichlich Trauben entwickeln.
Einführung in die Rebsorte
Helios entstand am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg aus der Kreuzung Merzling × (Seyve-Villard 12-481 × Müller-Thurgau). Ihr Erscheinungsbild und ihr Reifeverhalten erinnern in mehreren Punkten an Müller-Thurgau. Der Austrieb erfolgt etwas später, während Blüte und Reifebeginn etwa zeitgleich mit Müller-Thurgau liegen. Die Sorte ist in Deutschland beheimatet und wird unter anderem in Franken im Versuchsanbau kultiviert.
Besondere Eigenschaften
Die mittelgroßen, relativ lockeren Trauben tragen gelbgrüne Beeren, die bei Vollreife charakteristische bräunlich-violette Punkte zeigen können. Aus Helios entstehen stoffige, fruchtige Weine mit zarter bis ausgeprägter Bukett-Ausprägung und lebendiger Säure. Aromatisch erinnert die Sorte an Müller-Thurgau und eignet sich besonders für frische, spritzige Trinkweine. Ihre sehr gute Widerstandsfähigkeit gegen Peronospora und Oidium macht sie zudem für einen Pflanzenschutz reduzierten bzw. ökologischen Weinbau interessant.
Warum diese Sorte eine gute Wahl ist…
Helios verbindet einen vergleichsweise unkomplizierten Anbau mit einer klaren, fruchtbetonten Weincharakteristik. Die geringe Geiztriebbildung und Verrieselungsneigung können die Arbeiten im Weinberg erleichtern. Mit einem durchschnittlichen Mostgewicht von 91 °Oechsle und einem mittleren Ertrag von 112 kg/ar zeigt die Sorte ein gutes Leistungspotenzial. Besonders für Betriebe in mittleren Lagen und für Winzer, die eine PIWI-Alternative zum Müller-Thurgau suchen, bietet Helios eine interessante Kombination aus Robustheit und Weinqualität.
Spezifikationen
- Rebsorte: Helios, pilzwiderstandsfähige weiße Rebsorte (PIWI)
- Züchter: Dr. Norbert Becker, Staatliches Weinbauinstitut Freiburg
- Kreuzung: Merzling × (Seyve-Villard 12-481 × Müller-Thurgau)
- Züchtungsjahr: 1973
- Resistenzen: Sehr gute Widerstandsfähigkeit gegen Peronospora und Oidium; keine Resistenz gegen Roten Brenner
- Traube & Beeren: Mittelgroße, relativ lockere Trauben; mittelgroße, bei Vollreife gelbgrüne Beeren
- Wuchsform: Mittelkräftig bis starkwüchsig, aufrecht
- Geiztriebbildung: Gering
- Laubwand: Aufrechte Triebhaltung
- Verrieselung: Gering
- Reife: Reifebeginn etwa zeitgleich mit Müller-Thurgau; insgesamt zwischen Müller-Thurgau und Silvaner
- Ertrag: Durchschnittlich ca. 112 kg/ar
- Mostsäuregehalt: Auf vergleichbarem Niveau mit Müller-Thurgau
- Frostbeständigkeit: Gut bis sehr gut
- Lageansprüche: Geringe bis mittlere Ansprüche; geeignet für gute Müller-Thurgau-Lagen und mittlere Lagen
- Geeignet für: Frische, spritzige Stillweine und Jungweine
- Weinbereitung: Herstellung von Stillwein möglich; besonders geeignet für frische Trinkweine
Weinbauliche Merkmale
Erntezeit: mittel
Traubengröße: mittel
Kerne: mit Kernen
Standort: überall geeignet
Beerengröße: mittel
Süße: leicht süßlich
Frostbeständigkeit: sehr gut
Fruchtigkeit: mittel fruchtig
Pilzresistenz: sehr gut
Farbe: weiß