Johanniter - BIO-zertifiziert nach EG Öko Verordnung (DE-ÖKO-006)
getopfte Rebe
Johanniter ist eine bewährte pilzwiderstandsfähige Weißweinsorte aus dem Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg. Die 1968 von Dr. Johann Zimmermann gezüchtete Rebe verbindet gute Erträge und hohe Mostgewichte mit einer fruchtigen, Riesling ähnlichen Weincharakteristik. Ihre gelbgrünen Beeren entwickeln bei Vollreife teilweise charakteristische schwarze Pünktchen. Aufgrund ihrer guten Pilzfestigkeit und Winterfrosthärte ist Johanniter besonders für nachhaltigen Weinbau und gute mittlere Lagen interessant.
Reben zur Herbstzeit
Unsere Reben verabschieden sich langsam vom Sommer und wechseln ins herbstliche Kleid. Das bedeutet: Das Laub verfärbt sich, verliert nach und nach sein frisches Grün und fällt schließlich ab. Bitte wundern Sie sich nicht – dieser natürliche Zyklus ist wichtig für die Winterruhe und sorgt dafür, dass die Reben im nächsten Jahr wieder kräftig austreiben und reichlich Trauben entwickeln.
Einführung in die Rebsorte
Johanniter entstand 1968 aus der Kreuzung Riesling × (Seyve Villard 12-481 × (Ruländer × Gutedel)) am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg. Die Sorte zeigt sowohl im Erscheinungsbild als auch im Wein deutliche Ähnlichkeiten mit Riesling, reift jedoch etwas früher. Die mittelgroßen, walzenförmigen Trauben sind relativ kompakt und tragen gelbgrüne Beeren. Mit ihrer Kombination aus Ertrag, Mostgewicht und reduzierter Säure stellt Johanniter eine etablierte Alternative innerhalb der pilzwiderstandsfähigen Weißweinsorten dar.
Besondere Eigenschaften
Die Beeren sind fruchtig und angenehm säurebetont; im Wein finden sich insbesondere Anklänge von Birne, Melone und Zitrus. Im Vergleich zum Riesling fällt die Säure etwas milder aus, während die Weine dennoch eine pikante, lebendige Struktur besitzen. Johanniter eignet sich vor allem für trockene bis halbtrockene Stillweine und kann auch zur Saftgewinnung verwendet werden. Für den Hausgarten interessant: Die reifen Beeren können auch direkt von der Rebe verzehrt werden.
Warum diese Sorte eine gute Wahl ist…
Johanniter verbindet eine gute Pilzwiderstandsfähigkeit mit einem zuverlässigen Ertrags- und Reifepotenzial. Der mittelkräftige Wuchs, die geringe Geiztriebbildung und die geringe Verrieselungsneigung machen die Rebe im Weinberg vergleichsweise gut handhabbar. Auch für Hobbywinzer ist sie interessant, wenn aus den eigenen Trauben Wein oder Saft hergestellt werden soll. Wichtig ist ein warmer, sonniger Standort, der nicht durch Spätfröste gefährdet ist, da der frühe Austrieb trotz guter Winterfrostfestigkeit eine entsprechende Lageauswahl erfordert.
Spezifikationen
- Rebsorte: Johanniter, weiße PIWI-Keltertraube
- Züchter: Dr. Johann Zimmermann, Staatliches Weinbauinstitut Freiburg
- Kreuzung: Riesling × (Seyve Villard 12-481 × (Ruländer × Gutedel))
- Züchtungsjahr: 1968
- Resistenzen: Gute Peronosporaresistenz, ausreichende Oidiumfestigkeit; keine Resistenz gegen Roten Brenner
- Traube & Beeren: Mittelgroß, walzenförmig und kompakt; mittelgroße, gelbgrüne Beeren mit schwarzen Pünktchen bei Vollreife
- Wuchsform: Mittelkräftig
- Geiztriebbildung: Gering
- Verrieselung: Gering
- Reife: Zwischen Silvaner und Riesling; je nach Standort ab Mitte September
- Ertrag: Hoch; im Vergleich zu Silvaner und Riesling überdurchschnittlich
- Mostsäuregehalt: Niedriger als bei Riesling
- Frostbeständigkeit: Gut bis sehr gut; wegen des frühen Austriebs nicht für spätfrostgefährdete Lagen
- Lageansprüche: Gute Müller-Thurgau- bis Silvanerlage, warm und sonnig
- Geeignet für: Wein, Saft und bei Vollreife auch Frischverzehr
- Weinbereitung: Besonders für trockene bis halbtrockene Stillweine geeignet; auch restsüße Varianten möglich
Weinbauliche Merkmale
Erntezeit: mittel
Traubengröße: mittel
Kerne: mit Kernen
Frostbeständigkeit: gut
Beerengröße: mittel
Süße: leicht süßlich
Fruchtigkeit: sehr fruchtig
Pilzresistenz: gut
Standort: sonnig
Farbe: weiß